Jasmine Sauer (23) – Deutschlands beste Metallgestalterin – eine kreative, selbstsichere Macherin

Höchste Punktzahl im Bundeswettbewerb der Metallgestalter am Bundesfachzentrum Metall und Technik in Northeim, das ist nicht einfach. Jasmin Sauer hat das geschafft. Und es sieht ganz so aus, als ob sie auch in Zukunft ihre Ziele erreichen wird. Nach dem Abitur wusste Janin nicht was sie studieren wollte, auch wenn alle in ihrer Umgebung ganz selbstverständlich davon ausgingen, dass sie mit dem sehr guten Notendurchschnitt, den sie hatte, „natürlich“ studieren sollte. Mit Handwerk und Metallgestaltung hatte die Abiturientin damals, vor Lehrbeginn, überhaupt nichts zu tun. Irgendwann kam ihr in den Sinn, mit Metall zu arbeiten, im Handwerk. Warum kann sie bis heute nicht sagen. Es kam ihr erst wie eine „Schnapsidee“ vor. Doch die Schnapsidee ließ sie nicht mehr los. Sie machte sich schlau und fand keinen Grund, warum sie es nicht machen sollte. Dann legte sie einem Praktikum in der Schlosserei Hürnen in Cadolzburg los, ist dortgeblieben und ganz offensichtlich glücklich. Ihren Alltag findet sie ganz unglaublich abwechslungsreich.

„Es macht mir großen Spaß, mich körperlich anzustrengen. Wir machen nicht nur moderne Objekte, sondern auch ganz verrückte, ausgefallene Sachen. Das wichtigste ist, sich die Herangehensweise einfallen zu lassen. Man kann Kraft durch Technik ersetzen.“

Die Kraft und Ausdauer, die das Metallgestalten braucht, bekommt man mit der Zeit, sagt sie.  Es ist die Verbindung von kreativer Kopfarbeit und es dann selber zu machen, die sie glücklich macht. Sie darf inzwischen schon selber Entwürfe für Kunden machen, die nicht immer genau wissen, was sie wollen und hat auch schon selber schon mit einem eigenen Objekt an einer großen Ausstellung teilgenommen. Ihr gefallen nicht nur gegenständliche, figürliche Arbeiten, sie mag auch die klare Linie.

Klare Linie kann sie nicht nur in der Werkstatt, sondern auch privat: Mit der Meisterausbildung hat sie schon angefangen. Ihr Freund ist Schreiner und sie wissen schon wie es weitergehen soll: Sie wollen ein eigenes Unternehmen und Holz und Metall verbinden. „Wir sagen immer nur: Wir wollen beide nicht ins Büro, sondern in die Werkstatt.“ Aber Jasmin kennt nicht nur die Werkstatt. Wenn sie frei hat, gibt es da auch noch ihr liebes, uraltes Pony, um das sie sich kümmert, auch wenn sie es schon lange nicht mehr reiten kann.

2018-12-14T13:18:40+00:00